Herzlich Willkommen auf der Homepage der Hausärztlichen Praxis Dr. med. Markus Kaufmann

Urlaub Juli 2026

Unsere Praxis ist vom 13.07.26 bis 17.07.2026 geschlossen.
Vertretung übernimmt die Praxis Stefanie Jager, Wilhelmstraße 6, 66538 Neunkirchen, Tel. 06821 22103.
Außerhalb der regulären Öffnungszeiten sowie an den Feiertagen wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Notdienst unter 116117 oder an die Bereitschaftsdienstpraxen in Homburg oder St. Wendel.
Beachten Sie bitte, dass die Bereitschaftsdienstpraxis an der Klinik Kohlhof nur eingeschränkte Öffnungszeiten hat. Weitere Informationen finden sie hier.
In lebensbedrohlichen Notfällen wenden Sie sich an die 112.

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

am 10.07.2026 hat der Deutsche Bundestag das sogenannte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Diese Reform ist weit mehr als nur ein wirtschaftlicher Einschnitt – sie ist eine fundamentale Beleidigung für alle Menschen, die in Deutschland die medizinische Versorgung aufrechterhalten. Sie demütigt nicht nur mich als Hausarzt, sondern alle niedergelassenen Kollegen sämtlicher Fachrichtungen. Sie verschärft die ohnehin verfehlte Krankenhauspolitik, ignoriert die dramatische Überlastung im Rettungswesen und betrifft letztlich jede medizinische und pflegerische Berufsgruppe in tiefstem Maße. 

Und darüber hinaus betrifft es die, für deren Gesundheit wir täglich aufstehen und uns bemühen zu helfen, UNSERE PATIENTEN UND PATIENTINNEN!

Durch die erneute Verschärfung von Budgets und drakonische Sparvorgaben im Kassenarztsystem wird die Arbeit im gesamten medizinischen Sektor massiv entwertet. Die Politik verlangt von uns allen, unter immer schwierigeren Bedingungen immer mehr Aufgaben zu übernehmen – weigert sich jedoch, diese Leistung fair und verlässlich zu honorieren. Eine solche Politik ist aus meiner Sicht absolut unakzeptabel und nicht länger hinnehmbar!

Aus diesem Grund sehe ich mich als Praxisinhaber zu folgenden Maßnahmen gezwungen:

Einschränkung der Neuaufnahme im Kassenbereich: 

Aufgrund dieser einschneidenden Gesetzesänderung und des damit verbundenen bürokratischen Mehraufwands sind die Kapazitäten meiner Praxis für die Betreuung von gesetzlich versicherten Patienten erschöpft. Um die Behandlungsqualität für meine bestehenden Patientinnen und Patienten zu sichern, kann ich daher bis auf Weiteres keine neuen Kassenpatienten mehr aufnehmen. Eine medizinisch verantwortungsvolle Versorgung ist im Rahmen des überlasteten GKV-Systems über diese Grenzen hinaus nicht mehr darstellbar. (Hinweis: Unberührt hiervon bleibt selbstverständlich die private vertragsärztliche Versorgung sowie akute medizinische Notfälle).


Konsequente Ausrichtung auf die HZV (Dringender Aufruf an meine Bestandspatienten):

Ich habe meine Praxis ganz gezielt als HZV-starke Praxis ausgerichtet. Ich tue dies aus tiefster Überzeugung: Die Versorgungsprinzipien der Hausarztzentrierten Versorgung sind nachweislich überlegen. Das belegen auch die fundierten Studien der Universitäten Heidelberg und Frankfurt, die die klaren Vorteile für die Behandlungsqualität wissenschaftlich untermauert haben. Da HZV-Verträge außerhalb der Budgets der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) verhandelt werden, bieten sie einen gewissen Schutz, auch wenn die aktuellen Pläne auch hier Kürzungen vorsehen.

Um Ihre Weiterversorgung in meiner Praxis dauerhaft zu sichern, fordere ich Sie als meine bestehenden Patienten daher eindringlich auf, sich baldigst bei uns in die HZV einzuschreiben!

 Die neuen Gesetzesänderungen, welche auch die HZV betreffen, werden nach aktuellen Kenntnisstand erst zum 01.01.2027 umgesetzt.

Prüfung der Kassenzulassung: 
Ich behalte mir vor und prüfe ernsthaft, die klassische vertragsärztliche Tätigkeit (Kassenzulassung) langfristig komplett niederzulegen. Wenn mir meine Mitarbeiter sowie meine Patientinnen und Patienten – von denen viele im Laufe der Zeit zu Freunden geworden sind – nicht so sehr am Herzen liegen würden, wären meine Koffer angesichts der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre in Deutschland schon längst gepackt. Da mir aber die Tradition und die Wichtigkeit dieser seit mehreren Generationen geführten Praxis von enormer emotionaler Bedeutung ist, habe ich solche Konsequenzen bisher nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Nach der endgültigen Verabschiedung dieses Gesetzes rückt dieser Schritt gedanklich nun jedoch mehr in meinen Fokus.

Ein System in der Schieflage: Wo das Geld stattdessen hinfließt
Während im deutschen Gesundheitssystem Milliardenbeträge gekürzt und Patienten durch Leistungsminderungen belastet werden, setzt die Politik an anderer Stelle andere Prioritäten.
Asyl- und Migrationspolitik: Die Ausgaben des Bundes für flucht- und migrationsbezogene Kosten bewegen sich seit Jahren im zweistelligen Milliardenbereich pro Jahr. Für Unterbringung, Integration und die soziale Absicherung werden immense Mittel bereitgestellt, während das heimische Gesundheitssystem kaputtgespart wird.
Fehlende Priorisierung: Es ist für mich als Leistungsträger nicht mehr nachvollziehbar, dass Steuermittel und Sozialgelder in großem Stil für Personen aufgewendet werden, die teils ohne legalen Status oder ohne jemals in die Solidargemeinschaft eingezahlt zu haben, umfassende staatliche Versorgungsleistungen erhalten. Gleichzeitig wird denjenigen, die dieses System durch ihre tägliche Arbeit überhaupt erst finanzieren, die medizinische Versorgung wegrationalisiert.

Ich bitte meine bestehenden Patientinnen und Patienten daher dringend: Sprechen Sie mein Praxisteam bei Ihrem nächsten Besuch direkt auf die Einschreibung in die HZV an, um die Versorgung langfristig zu sichern.

Ihr Dr. med. Markus Kaufmann


Machen Sie Ihrem Ärger Luft! Ein klarer Arbeitsauftrag an die Politik
Unter den Abgeordneten, die für dieses Gesetz und damit für diesen gesundheitspolitischen Sparkurs gestimmt haben, befindet sich auch der für unseren Wahlkreis verantwortliche Abgeordnete Esra Limbacher (SPD). Er trägt diese Sparmaßnahmen zulasten Ihrer Gesundheit und meiner Praxis direkt mit.
Wenn Sie als Bürger und Patient mit dieser Politik nicht einverstanden sind, beschweren Sie sich direkt bei der verantwortlichen Stelle und verschaffen Sie Ihrem Unmut Gehör:
Kontakt zu Ihrem Bundestagsabgeordneten:
Name: Esra Limbacher, MdB (SPD)
E-Mail-Adresse: esra.limbacher@bundestag.de
Wahlkreisbüro Homburg/Neunkirchen: Karlsbergstraße 6, 66424 Homburg
Webseite für Bürgeranfragen: www.esra-limbacher.de


Hinweise für Vertretungspatienten und Behandlungen in Urlaubszeiten

Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Missverständnissen in besagten Zeiten kam, möchten wir hierrüber Klarheit schaffen.
Jeder niedergelassene Hausarzt hat in seiner Abwesenheit/Urlaub einen konkreten Vertreter zu benennen.
Sollten Patienten und Patientinnen der Vertretungspraxis keinen gültigen Versicherungsnachweis vorlegen können (Karte defekt, verloren etc.), bitten wir höflichst um Kontaktaufnahme mit der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse und Weiterleitung eines Versicherungsnachweises per Fax (unsere Nummer lautet 06821 2 41 33). 

Dies ist in der Regel innerhalb kurzer Zeit möglich. Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss die Anfrage jeder Patient selbst durchführen.

Sollte ein Medikament dringend benötigt werden trotz fehlendem Nachweis, bitten wir um entsprechende Mitteilung.
Wird ein entsprechender Nachweis innerhalb von 10 Tagen nicht erbracht, ist es uns laut Bundesmantelvertrag gestattet die Leistungen privatärztlich in Rechnung zu stellen. (siehe Link KBV "Karte vergessen").

Die Ausstellung eines eRezeptes ohne Vorlegen eines gültigen Versicherungsnachweises kann im Vertretungsfall nur in Ausnahmen stattfinden, da es für uns sonst ein erheblicher Mehraufwand ist im Verlauf einen Nachweis von Ihnen anzufordern.

Sollten ihr Hausarzt in Urlaub sein und unsere Praxis ist nicht konkret als Vertretung benannt, bitten wir von Anfragen abzusehen!

Wie bereits erwähnt, muss jeder Vertragsarzt einen konkreten Vertreter benennen.   Daher sollte dann mit der jeweiligen Vertretungspraxis Kontakt aufgenommen werden, ist diese nicht erreichbar empfehlen wir eine persönliche Vorstellung in der jeweiligen Praxis. Wir können in der Vertretung aus Kapazitätsgründen sowie im Hinblick auf unser Behandlungs- und Arzneimittelbudget nicht noch zusätzlich Patienten aus anderen Praxen versorgen. Bei Problemen der Erreichbarkeiten mit ihrem Vertretungsarzt wenden Sie sich an die 116 117.
Wir bitten diesbezüglich achtungsvoll auf Ihre Verständnis.

Neue Kontakt- und Bestellmöglichkeiten

Sie können uns ab sofort über eine datenschutzkonforme WhatsApp-Schnittstelle kontaktieren.                      Alle Informationen hierzu finden Sie auf unserer Homepage unter "Kontakt".
Beachten Sie, dass nur Anfragen von uns bekannten Patienten beantwortet werden.
Zudem können Sie Rezepte und Überweisungen mit Hilfe eines Online-Formulars bestellen. Dies finden Sie im Bereich "Service" auf unserer Homepage.

eRezepte ab 01.01.2024 für alle Kassenpatienten verpflichtend

Ab 01.01.2024 wird das alte rosafarbene Rezept endgültig durch das eRezept abgelöst. Die Einlösung des Rezeptes erfolgt dann entweder mit ihrer Gesundheitskarte, via App oder in seltenen Fällen über einen Ausdruck. Haben Sie bitte dafür Verständnis, dass Sie nur noch in Ausnahmefällen einen Papierdruck erhalten werden.

Haben Sie bitte Verständnis, dass wir erst ein eRezept ausstellen, sobald wir Ihre Gesundheitskarte im jeweiligen Quartal eingelesen haben. Dies hat organisatorische Gründe im Rahmen der Abrechnung.
In der bundesweiten Startphase können wir technische Schwierigkeiten, egal von unserer oder von Apothekenseite, nicht ausschließen. Sie werden in diesen Fällen selbstverständlich mit einem Papierausdruck versorgt werden.
Beachten Sie hierzu die Info auf unserer Homepage unter eRezept.
Alternativ finden Sie Informationen beim Gesundheitsministerium.